Da wir neulich erst über Multis gemeckert haben ist es Zeit für ein Gegenbeispiel.
Kurzentschlossen machten wir uns im Urlaub auf, um den Radmulti “Rund um Braunschweig – Radtour” (GC3EDNN) anzugehen – über 50km am Stück. Wir dachten auch noch über den Powertrail am Mittellandkanal nach, haben uns aber zum Glück für diese Runde entschieden!
Also für den nächsten Tag den Begleitzettel ausgedruckt, die GPS-Halterung am Fahrrad noch mal gecheckt und genug zu trinken vorbereitet.
Und dann ging’s los. Das Wetter war gnädig, trocken, bewölkt und nicht zu warm. Auf der Anfahrt zum Start gab es dann schon die erste Zwangspause – am Bahnübergang durften erst einmal 5 Züge in einer Viertelstunde durchfahren, bevor sich die Schranken wieder öffneten.
Ab da ging es recht flüssig durch die Stationen. Die Fragen waren eindeutig zu beantworten. Die Route lag schön, meist weitab von vielbefahrenen Straßen. Die Stationen lagen (gerade am Anfang) ca. 2km voneinander entfernt, was sich als guter Abstand zeigte – Die Route zum nächsten Wegpunkt konnte gut am GPS festgelegt werden, und man konnte ein paar Minuten in Ruhe fahren ohne in einen Losfahren-Anhalten-Absteigen-Auftsteigen-Losfahren-Stress zu kommen.
Die Route führte an einigen Tradis vorbei, so dass sich noch ein wenig Beifang ergab. Dazu kamen noch vier Bonus-Caches – insgesamt konnten wir an diesem Tag 12 Dosen loggen.
Aber was wäre ein langer Multi ohne spezielles Erlebnis?
Am Heidbergsee gab es beim Bremsen am Vorderrad erst ein komisches Geräusch und dann eine große Leichtigkeit am Hebel – der Bautenzug war im Begriff das zeitliche zu segnen. Durch die gute und langfristige Vorbereitung auf das Projekt war das Werkzeug natürlich … zuhause. Die hintere Bremse war noch funktionsbereit und so ging es erst einmal weiter, immer mit einem Auge auf der Suche nach einem Fahrradfachgeschäft.
Fündig wurden wir dann in der Weststadt bei einem Billigsortimenter, der einfach alles hat, auch Bautenzüge, Fahrradwerkzeug und ein paar Brötchen. Auf einer Bank konnte dann die Bremse wieder repariert und der Fahrer gestärkt werden, bevor es weiter ging.
Nach fast 8 Stunden (von denen, laut GPS rund 4 Stunden Standzeit waren) konnte die Finaldose in Händen gehalten werden. Nach dem Final-Bonus ging es dann müde aber glücklich nach Hause.
So macht Dosen suchen Spaß, deutlich mehr, als wir mit einem Powertrail gehabt hätten.
Hallo
Ein wirklich toller Artikel den ihr hier geschrieben habt. Schön das euch die Tour gefallen hat.
Gruß Marcus