Wir sind nicht gerade die Kletterspezialisten. Daher sieht es in unserer Fundstatistik jenseits der T3 auch eher leer aus. Da ist es doch gut, wenn man in der Bekanntschaft jemanden hat, der viel klettert – meistens gut gesichert irgendwelche Felsen oder Kletterwände hoch.
Und dann war da noch der Kleinbrückencache (GCM0TP), Terrainwertung 4,5. Wenn man das erste Mal da steht, sieht der furchtbar einfach aus. Da sind doch so Stäbe zum Festhalten und das sollte doch alles kein Problem sein.
Und was jetzt kommt ist doch klar. Den Kumpel überredet (war auch nicht so schwierig, er fand das auch spannend). Genügend Sicherungsequipment eingepackt und hin. Kurz die Lage checken und dann mal los. Erst mal unter die Brücke, den Cache heben. Wie es zurück geht, schauen wir dann. Kann ja nicht so schwer sein. Also Seile befestigen, über das Geländer steigen, und dann hinaaaaaaaaaab. Dann irgendwie unter die Brücke pendeln, dort eine Seilschlinge befestigen und sich selber dort einhängen – hat auch geklappt. Dann zur Dose vordringen (man, ist das hoch…) das Ding rausholen und sich im Logbuch verewigen. Alles wieder einpacken. So, das war’s dann mit dem einfachen Teil.
Beim Versuch die Dose wieder an Ihren Platz zurückzulegen bemerkten wir, dass unsere Kräfte sich langsam in Wohlgefallen auflösten. Irgendwie bugsierten wir das Ding aber dann doch zurück.
Das erste Problem war gelöst.
Die rettende Brücke etwa 1,5m über uns, das weniger erstrebenswerte fließende Nass ca. 2m unter uns überlegten wir uns einen Plan für den Rückweg. Eine blöde Idee, das erst jetzt zu tun. Denn das Hängen und sich Aufrechthalten geht auch nicht spurlos an den sowieso schon angestrengten Muskeln vorbei. Etwa eine halbe Stunde später war dann die erste Hälfte der Klettergruppe dank einer großen Kraftanstrengung (und des ausreichenden Trainings) wieder auf festem Boden. Für die andere Hälfte bot sich dieser Weg nicht an, er hätte unweigerlich im Wasser geendet. Die nun etwas veränderte Situation erlaubte ein neues Vorgehen. Aber erstmal ging es nicht weiter. Zu allem Überfluss gab es dann noch aufmunternde Kommentare vorbeikommender Passanten (“Ich will Euch ja nicht entmutigen, aber das wird sowieso nichts mehr..:”).
Kurz vor der Aufgabe, wir hatten uns schon mit einem Bad im kalten Nass abgefunden, kam doch noch der letzte verzweifelte aber doch richtige Einfall. Kurze Zeit später waren dann alle Beteiligten wieder trocken am sicheren Ufer.
Noch 2 Wochen später erinnerte uns der Schmerz in den Muskeln an dieser hart erkämpften viereinhalb Geländesterne.
Und die Moral von der Geschicht’: Klett’re ohne denken nicht!
Aber es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht